Der Erlebensraum wird zum Urraum

Das Material wird zum elementaren Werkstoff

Die Arbeitsunterlage wird zum Spielraum

Das Gestalten wird zum persönlichen Weg

Die Nachwirkung wird zum Integrationsprozess

 

Ursula Straub, Kunsttherapeutin

"Mesa" bedeutet im Spanischen "Tisch". Mesa-Arbeit im kunsttherapeutischen Setting heisst, sich einen persönlich bedeutsamen Raum zu schaffen auf einem quadratischen Brett, das aufnimmt und ordnet. Das Brett dient als Tisch, ein weisses Blatt Papier darauf wird zur "Tischdecke" und dient als Träger für den individuellen Gestaltungsprozess. Es geht im übertragenen Sinn darum, "etwas auf den Tisch zu bringen", eine momentane Lebenssituation, ein Gefühl, eine Rück-oder Vorschau, den Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt. Begrenzt wird einzig der Gestaltungsraum durch die Mesagrösse. Die Mesa wird zum Spielraum, zum Ort des Seins, Verweilen, Umräumen, Ordnen, Nachdenken und Umwandeln. Dazu stehen im Atelier verschiedene Materialien, wie Symbolgegenstände, Stoffe, Bastelutensilien etc. zur Verfügung, ebenso Schreib- und und Zeichnungsmaterial. Es dürfen auch persönliche bedeutsame Gegenstände in eine Mesa integriert werden.

Mesa-Arbeit ist eine schöpferische Tätigkeit, die quadratische Unterlage wird zum Zentrum des gestalterischen Prozesses und dient als ruhender, überschaubarer und wandelbarer Raum für alles Werdende.

In der Nachwirkung zum Gestaltungsprozess ist ein Austausch möglich, das Erlebte darf reflektiert und integriert werden.